Die Bücher, welche ich 2013 gelesen habe:
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| Hermann Hesse Die Morgenlandfahrt Hinzugefügt am: 23.04.2013      Die Fahrt ins Morgenland, die Suche nach einem besseren Leben, eine Reise ins Innere, die Summierung der Welten aller Träumer, Dichter, Phantasten - Hesse packt hier alles zusammen in wenige Seiten. Nur wenige Jahre nach dem Steppenwolf packt Hesse jeden Glanz und Schmerz der Welt in diese Zeilen. | | Else Lasker-Schüler Meine Wunder Hinzugefügt am: 23.04.2013      Else Lasker-Schüler ist und bleibt eine der großartigsten deutschen Lyrikerinnen. In diesem kleinen Büchlein sind einige ihrer besten Gedichte vereint und in jedem steckt viel Gefühl und der Glaube an die Liebe. |
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| Stefan Zweig Sternstunden der Menschheit: Fünf historische Miniaturen Hinzugefügt am: 23.04.2013     Ob es wirklich Sternstunden der Menschheit waren, die Zweig in romanhaft lyrischer Form aufgearbeitet hat, spielt eigentlich keine Rolle. In jedem Fall kann Geschichte wohl kaum besser erzählt werden. Im Band sind fünf ausgewählte historische Begebenheiten. | | Heinrich Mann Der Untertan Hinzugefügt am: 26.03.2013     Der Roman hat vermutlich bis heute nicht an Aktualität verloren. Er ist eine brillante Zeit- und Charakterstudie und nimmt die deutschen "Tugenden" aufs Korn. Diederich Heßling ist der Prototyp eines opportunistischen, charakter- und ehrlosen Menschen, der trotzdem immer weiter nach oben fällt und ein anerkannter Bürger wird. Wen wundert da die weitere historische Entwicklung ab der wilhelminischen Zeit.
Leider liest sich das Buch etwas zäh, was die Lesefreude etwas trübt. |
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| Lilly Lindner Bevor ich falle Hinzugefügt am: 17.03.2013    Als Cherry (ja, so heißt die Protagonistin tatsächlich) neun Jahre alt ist, nimmt sich ihre Mutter das Leben. Der Vater konnte mit seiner Tochter nie etwas anfangen. Cherry entwickelt eine schwere Persönlichkeitsstörung und schafft es mit Hilfe eines eher unfreiwilligen Freundes ihr Leben einigermaßen in den Griff zu bekommen.
Das Thema ist ernst und man kann die Entwicklung von Cherry nachempfinden, trotzdem fehlt Tiefe, einiges klingt unglaubwürdig und oft führen die stilistischen Übertreibungen dazu, dass man meint, Tommy Jaud mit moridem Hintergrund zu lesen. | | Viola Roggenkamp Familienleben Hinzugefügt am: 13.03.2013      Ein kurzer Ausschnitt aus dem Leben eines Mädchens / einer jungen Frau, die beginnt sich von ihrer Mutter abzunabeln und ihre Identität als Tochter einer jüdischen Mutter und eines deutschen Vaters und als jüngere Schwester im Hamburg der 1960er Jahren zu entdecken.
Roggenkamp zeichnet wunderbare authentische Charaktere in einer nicht alltäglichen Umgebung.
Ein leichtes, fast lyrisches Buch. |
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| Umberto Eco Der Friedhof in Prag Hinzugefügt am: 05.03.2013      Der Protagonist Simonini ist eine unscheinbare Gestalt, die durch Fälschungen, Morde, Geheimdienstarbeit und andere Machenschaften sein Vermögen vermehrt, sein Ego befriedigt und nebenbei ein wenig an der Weltgeschichte schraubt. Der Roman erzählt Simoninis Geschicht in Form von Tagebucheinträgen und spannt dabei einen großen Bogen über die Geschichte Europas. Am Ende steht ein Werk an dem Simonini weitgehend mitgewirkt hat: "Die Protokolle der Weisen von Zion" (ein antisemitisches Pamphlet vom Beginn des 20. Jahrhunderts). Eco's Roman ist äußerst spannend, basiert auf Tatsachen, ist gut geschrieben, erfordert Konzentration und ist nichts für zwischendurch. | | Rainald Grebe (Herausgeber), Dietmar Burdinski (Autor) Das Buch Dietmar Hinzugefügt am: 24.02.2013     Ein sehr gelungener Nachruf von Rainald Grebe an Dietmar Burdinski, einem fast unbekannt gebliebenem Humoristen mit ganz eigenem Humor, der leider viel zu früh gestorben ist, das Leben aber immer von seiner besten Seite genommen hat. Und Burdinski hat bei viele Größen des deutschen Humors Spuren hinterlassen. Ein lustiges Buch und eine gelungener Gedenkstein. |
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| Ken Follett Sturz der Titanen Hinzugefügt am: 23.02.2013    Der 1. Weltkrieg, die Russische Revolution und drei Familiengeschichten, die eng miteinander verwoben sind, in einem Roman von mehr als 1000 Seiten verpackt. Weniger hätte hier mehr sein können, zu viel Nebenschauplätze, zu viel unnötiges Beiwerk, was dann auch noch sehr ausgeschmückt daher kommt. Daber ist der Kern des Buches - die geschichtlichen Ereignisse, die polititschen Verwicklungen, die Irrungen einzelner Machtbesessener und die millionen Toten - vollkommen ausreichend und das spannende Moment im Buch. | | Thomas Brasch Vor den Vätern sterben die Söhne Hinzugefügt am: 22.02.2013      Ein sehr persönliches, schonungsloses Buch, welches wie kaum ein anderes, die Ausweglosigkeit und Zerrissenheit eines jungen Mannes in der DDR spiegelt, der mit dem System nicht leben konnte. Kompakt, straff und ohne Schnörkel... |
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| Maxim Leo Haltet euer Herz bereit: Eine ostdeutsche Familiengeschichte Hinzugefügt am: 05.02.2013     Der Untertitel "Eine ostdeutsche Familiengeschichte" greift hier sehr kurz, wenn sich weite Passagen des Buches bereits vor dem und im zweiten Weltkrieg bewegen. Maxim Leo wertet in diesem Buch alles aus, was er in seiner Familie an Geschichte zusammengetragen hat und versucht vieles zu verstehen und das Ausholen in die fernere Vergangenheit trägt zum Verstehen bei. Durch die Kürze wird es nicht langweilig, es bleibt aber das Gefühl, dass es nur ein Zusammentragen war. Eine Familiengeschichte ist es nicht wirklich, dazu ist der Text zu Szenenhaft. Und wer erwartet, über eine ostdeutsche Familie zu lesen, sollte gewarnt sein: Leo's Familie war nichts alltägliches und von Vielem berührt, von dem andere gar nichts wussten. | | Peter Handke Die Stunde der wahren Empfindung Hinzugefügt am: 03.02.2013    Gregor Keuschnig, Angestellter der österrechischen Botschaft in Paris, wacht eines Morgens aus einem Traum auf, der sein Leben verändert. Er merkt, wie sein bisheriges Leben von Außen diktiert wurde und bricht aus, bis er einen neuen freien Blick auf sein Leben erhält. Die Umsetzung des eigentlich guten Themas leidet etwas an Handkes Schreibstil. Es macht einen wenig Spaß dieses Buch zu lesen. |
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| Kurt Tucholsky Schloß Gripsholm / Rheinsberg Hinzugefügt am: 03.02.2013      Schloß Gripsholm hat hier, weil schon als separates Buch vorhanden, einen eigenen Eintrag (5 Sterne). Ich habe die kleine Geschichte nun nochmals gelesen, sie hat nichts an ihrem Charme verloren und wird in dieser Ausgabe noch um eine weitere lesenswerte Geschichte (Rheinsberg) ergänzt - zwei leichte und lockere Erzählungen in einem Band. | | Herbert Rosendorfer Absterbende Gemütlichkeit Hinzugefügt am: 01.02.2013      Zwöl Geschichten aus der Mitte der Welt - so heißt der Unteritel. Und wo ist die Mitte der Welt? In Bayern. Und Rosendorfer schreibt herrlich frisch über die Erlebnisse des Kleinbürgertums. Skurrile Geschichten, die durchaus passiert sein könnten. Und typisch Rosendorfer - sprachlich auf höchstem Niveau, witzig - das Lesen macht einfach nur Spaß. |
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| Jan-Philipp Sendker Das Herzenhören Hinzugefügt am: 31.01.2013     Eine große Liebesgeschichte um einen Mann, der Zeit seines Lebens ein falsches Leben geführt hat. Ob sie nicht nur groß sondern auch großartig ist, sollte jeder für sich entscheiden. Jedenfalls scheint Sendker der deutscher Coelho zu sein. | | Lucia Jay von Seldeneck und Carolin Huder 111 Orte in Berlin die Geschichte erzählen Hinzugefügt am: 31.01.2013     Interessant sind die Beiträge dieses Buches allemal, manchmal wünscht man sich mehr Informationen. 111 Ereignisse der Geschichte werden vorgestellt, die nicht zum alltäglichen Wissen gehören. Schade ist, dass viele der historischen Orte heute so nicht mehr existieren. |
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| Hermann Hesse und Stefan Zweig Briefwechsel Hinzugefügt am: 31.01.2013      Ein kleiner und feiner Austausch zwischen zwei der größten deutschen Autoren über mehrere auch geschichtlich sehr bewegten Jahrzehnte. Die Brillanz der Autoren schlägt sich auch in den Briefen nieder. | | Ursula Krechel Landgericht Hinzugefügt am: 27.01.2013      1947 kommt Richard Kornitzer aus dem Exil zurück nach Deutschland. Ein Land, welches er mehr als 10 Jahre zuvor als verfolgter Jude verlassen musste und eine Zeit in der er bis auf seine Frau, welche in Deutschland bleiben musste, fast alles verlor. Mit vielen Erwartungen zurück muss der Jurist und Richter Kornitzer bald feststellen, dass sich in Deutschland nicht viel geändert hatte, dass selbst seine Familie zerbrochen ist. Daran reibt er sich auf bis zu seinem Tod.
Krechel verbindet Dokumentarisches mit Fiktion. Es bleibt die Erzählung eines Schicksals, wie es tausendfach vorkam und vermutlich auch heute noch vorkommt.
Ein sehr gutes Buch zum Thema Vertreibung und deutsche Nachkriegsgeschichte, sprachlich hervorragend und flüssig lesbar. |
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| Hanns-Josef Ortheil Das Kind, das nicht fragte Hinzugefügt am: 06.01.2013      Benjamin Merz erfährt während einer Forschungsreise nach Sizilien wie sich langsam und allemählich sein bisheriges Leben auflöst. Aus dem stummen, verschüchterten Jungen, der von seinen Brüdern seit der Kindheit missbraucht wurde, wird ein liebender und liebenswerter Mann.
Ein wunderbar geschriebenes und positives Buch, es macht einfach Spaß es zu lesen. | | Dieter Nuhr Wer's glaubt, wird selig Hinzugefügt am: 06.01.2013      Nuhr beschäftigt sich mit dem Glauben, dem Glauben in jeder Hinsicht, einfach witzig auf den Punkt gebracht. Das Buch ist mit Pointen und Bildern seiner Reisen gespickt. |
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| Lauren Weisberger Der Teufel trägt Prada Hinzugefügt am: 06.01.2013    Die kurze Geschichte einer jungen Frau, die mit zweifelhaften Karrierevorstellungen naiv in einen Job geht und dabei fast ihr gesamtes soziales Umfeld verloren hätte. Das Erwachen kommt spät.
Die ganze Erzählung ist vorhersehbar und anfangs sind die Ereignisse auch noch mit Humor lesbar, irgendwann nach der 3. oder 4. Wiederholung immer wieder gleicher Muster ist es aber öde. | | Klaus Stuttmann Schöne Pleite: Politische Karikaturen 2011 Hinzugefügt am: 05.01.2013      Die besten politischen Karrikaturen des Jahres 2011 in einem Band. Kurze Enführungstexte in jeden Monat stellen schnell die Zusammenhänge her. Die handelnden Personen sind auf den Punkt getroffen, es ist immer wieder spaßig im Buch zu blättern. |
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