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letzte Aktualisierung:
2017-03-22 08:50


Reiseberichte

Barcelona 22. - 29. Januar 2005
Reisebericht Barcelona
Monument a Colom (Kolumbussäule)
4 Monate liegt unsere Reise nach Barcelona nun schon hinter uns. Wir, das sind Nadine, Peter und ich. Unsere Entscheidung für diese Reise fiel schon Monate voraus.

Die günstigen Flugpreise von Air Berlin (www.airberlin.com) brachten uns eigentlich erst auf die Idee. Die Flüge waren sehr preiswert und schnell gebucht. Der Januar war nun vielleicht nicht der beste Reisemonat. Wir dachten aber, dass es in Barcelona nicht allzu schlimm mit dem Wetter werden kann, was sich später auch bestätigen sollte.

Nachdem wir den Flug gebucht hatten, musste noch eine Unterkunft gefunden werden. Auch hier half das Internet. Über Interhome (www.interhome.de) wurden wir schnell fündig. Eine kleine Wohnung mit allem was wir brauchten. Und die Lage stimmte auch. Wir buchten und auch die Abwicklung mit Bezahlung usw. funktionierte sehr gut.

Ein kleiner Hinweis noch: Die Bilder der folgenden Seiten, sind unter dem Punkt fotografie auch etwas größer zu sehen!

Und nun viel Spass beim Lesen...
1. Tag - Samstag 22. Januar 2005

Am 22. Januar ging es also gegen 10.00 Uhr am Flughafen Berlin Tegel mit Air Berlin los. Wir waren über den Service bei Air Berlin doch überrascht, war es doch unser erster Flug mit dieser Gesellschaft und hatte man auch einige negative Berichte über die sogenannten "Billigflieger" gehört. Bei diesem Flug ging alles bestens und wir waren noch vor der planmäßigen Ankunftszeit in Barcelona.

In Berlin im Winter gestartet, standen wir in Barcelona in der prallen Sonne. Ein kleines Problem hatten wir nun - wir mussten den Schlüsselhalter der Ferienwohnung kontaktieren, um an den Schlüssel zu gelangen. Auf der Buchungsbestätigung stand, dass wir uns vom Flughafen aus bei ihm melden sollen. Gesagt getan - zum Glück konnte der gute Mann englisch - riefen wir an und vereinbarten eine Zeit. Im übrigen sei an dieser Stelle angemerkt, dass wir alle kein Spanisch können.

Vom Flughafen gelangten wir mit einer extra eingerichteten Buslinie direkt ins Zentrum von Barcelona und noch besser, fast direkt bis zu unserer Ferienwohnung. Bis zur Schlüsselübergabe blieb noch etwas Zeit und so nutzten wir die Sonne am Placa d´Espanya, um den deutschen Winter abzuschütteln.

Unsere Ferienwohnung lag in einer Seitenstraße im fünften Obergeschoss (ohne Fahrstuhl) eines normalen Wohnhauses in der Nähe des Placa d´Espanya mit sehr guter Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz (ca. 10 Minuten vom Zentrum). Die Wohnung hatte ein Bad mit Wanne, eine kleine voll ausgerüstete Küche, ein Wohnzimmer und ein Schlafzimmer. Die Couch im Wohnzimmer war als Bett umzubauen. Alles in allem waren wir doch zufrieden, da wir auf Grund des doch recht günstigen Preises etwas geringere Ansprüche erwartet hätten.

Nach der Schlüsselübergabe und einem kurzen Ausruhen ging es erst einmal auf Nahrungssuche. Wir hatten mit Absicht eine Ferienwohnng gewählt, da wir uns selbst verpflegen wollten. Dies funktionierte auch ganz gut. Später stellten wir fest, dass die Selbstverpflegung für den kleinen Geldbeutel auch anzuraten ist, da eine Nahrungsaufnahme mittels Restaurant oder ähnlichem doch recht teuer werden kann. Und ständig nur von Fastfood oder nur vom Bäcker zu leben ist auch nicht so nett.

Nach dem Einkauf und eine paar Schritten in der näheren Umgebung unsere Wohnung war die Dunkelheit auch schon angebrochen (ein Nachteil des Urlaubs im Winter) und es wurde merklich kühler. In der Wohnung bemerkten wir sogleich den eigentlich einzigen Nachteil derselben - die Wohnung war nicht wirklich für den Winter geeignet. Sehr dünnes Fensterglas, dazu undichte Schiebefenster und keine richtige Heizung, nur die Klimaanlage und ein Ölradiator, liessen die Temperaturen auch innen sehr stark fallen. Naja, etwas mehr angezogen und schon ging das.
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Placa del Portal de la Pau
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Monument a Colom
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Moll de Barcelona
2. Tag - Sonntag 23. Januar 2005

Am nächsten Morgen gab es erstmal ein ordentliches Frühstück und dann ging es mit der Metro ins Zentrum. Das Metro-Netz ist hervorragend ausgebaut, die Züge fahren in kurzen Abständen und für uns waren die Preise wirklich günstig, sind wir doch die Berliner Preise gewohnt. Nach einigem Rechnen entschieden wir uns dazu, 10er Karten zu kaufen, Eine fahrt kostete so nur knapp 0,60 Euro. Wochenkarten usw. werden auch angeboten. Da muss man aber schon sehr viel unterwegs sein, damit sich das lohnt. Touristenbuslinien mit welchen man gleich eine ganze Menge Sehenswertes abfahren kann, sind auch verfügbar, aber auch hier erschien uns der Preis ein wenig zu hoch, vor allem, weil man überall sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hinkommt.

Unsere erste Metro-Fahrt führte und direkt in die Nähe des alten Hafens zum Placa del Portal de la Pau. Hier steht auch eins der Wahrzeichen von Barcelona - die Kolumbussäule. Mit einer weißen Mütze aus Taubensch... zeigt hier Kolumbus aufs offene Meer. In der Nähe ist auch das Schifffahrtsmuseum (Museu Maritim), welches wir uns aber für schlechteres Wetter aufgehoben haben.

Nach einem Blick in den alten Hafen, welcher heute von imposanten Sportbooten besiedelt ist, fanden wir uns vor dem Maremagnum, einem großen Einkaufskomplex mit Kino und allem was dazugehört. Vom Hafen aus führt eine Seilbahn zum Montjuic, der höchsten Erhebung zwischen Barcelona und dem Meer - obenauf eine große burgähnliche Anlage. Wir entschieden, dass dies unser nächstes Ziel sein sollte - und natürlich mit der Seilbahn.
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Moll de les Trassanes
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Blick in den alten Hafen
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Front des Maremagnum
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Blick über die Seilbahn
Um mit der Seilbahn zu fahren, muss man einen der beiden stählernen Türme im Hafengelände besteigen.

Wir entschieden uns für die mittlere Station, da die Stationen doch recht weit auseinander liegen und vor allem Wasser dazwischen ist.

Die mittlere Station liegt auf dem Moll de Barcelona, wo sich auch das örtliche World Trade Center befindet.

Auf dem Weg zum Turm, gab uns ein großes Thermometer zu verstehen, dass wir in angenehmen 18 Grad Außentemperatur unterwegs sind. Oben auf dem Turm angekommen bietet sich ein hervorragender Ausblick auf Barcelona und das Meer. Mit der voll gedrängten Kabine ließen wir uns schließlich zum Berg Montjuic übersetzen.

An dieser Stelle sei noch kurz vermerkt, dass die Fahrt nicht ganz billig ist. Die günstigste Variante ist, wenn man die gesamte Strecke der Seilbahn nutzt. So hat man am meisten davon und der Preisunterschied ist nicht allzu hoch.
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Kunst am Hafen
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warm war es auch
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Blick von der Seilbahnstation

Hier auf dem Montjuic angekommen, stellten wir fest, dass wir noch lange nicht auf dem Gipfel waren. Wir mussten noch eine ganze Strecke zu Fuß gehen. Zwar hätte es eine weitere Seilbahn gegeben, welche zu dieser Jahreszeit aber noch nicht fährt. Oben angekommen hatten wir erneut einen wunderbaren Blick über Barcelona, das Meer, das alte und das neue Hafengelände.
Vom Montjuic zum Palais Nacional
Im Castell de Montjuic, welches sich auf dem Gipfel befindet, gibt es eine Militärausstellung. Diese interessierte uns aber nicht sonderlich und das schöne Wetter lud auch nicht dazu ein, in die dunklen Räume zu gehen.

Nach einem weiteren Studium des Stadtplans entschieden wir uns, zu Fuß weiter zum Palau Nacional zu gehen, welches unweit unserer Wohnung lag. Schließlich war das Palau - ein sehr großes altes Gebäude - schon vom Montjuic aus zu sehen.
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Torre de Calatrava
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der Containerhafen
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Castell de Montjuic
Bergab machten wir noch einen Halt, um uns an einer kleinen Bar mit ein wenig Gegrilltem, frischem Salat und einem Schälchen Bier zu stärken. Im Weiterlaufen stellten wir fest, dass der Weg doch entschieden länger sein sollte, als wir dachten. Ein Problem war, dass man vom Berg natürlich nicht in einer Gerade nahc unten kam und ein weiteres Problem war, dass das Olympiagelände, welches zwischen Montjuic und Palau Nacional liegt, eingezäunt ist. So verlängerte sich der Weg beträchtlich. Dafür kamen wir auch direkt am Olympiastadion und am Torre de Callatrava einem Funkturm und weiterem Wahrzeichen von Barcelona vorbei..

Vom Eingangsportal des Palau Nacional (im Innern ist eine Kunstsammlung) bietet sich ein sehr schöner Blick über die Stadt und vor allem über das Messegelände hin zum Placa d´Espanya. Die Hallen des Messegeländes sind anders als erwarten, alle der umliegenden Architektur angepasst. Vom Palau Nacional aus sollte uns der Weg - nun nach der langen Strecke doch recht erschöpft - gen Wohnung führen, wo uns ein selbst gemachtes Essen und das eine oder andere Gläschen spanisches Bier und Wein erwarteten.
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Blick vom Palau Nacional
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Palau Nacional
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Palau Nacional - Detail
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Blick vom Palau Nacional auf das Messegelände
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Eingangsbereich zum Messegelände
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eine Metro - Station
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am Castell de Montjuic
3. Tag - Montag 24. Januar 2005
Nachdem unser zweiter Tag in Barcelona durch das viele Laufen richtig anstrengend war, wollten wir es am dritten Tag doch etwas ruhiger zugehen lassen. Wir fuhren mit der Metro zur bekanntesten Einkaufsstraße der Stadt - La Rambla.

Gleich bei der Metro-Station aus der wir kamen liegt der größte Markt der Stadt direkt an der La Rambla - Mercat de la Boqueria. Hier gibt es alles frisch zu kaufen, was für die Küche zu gebrauchen ist und noch einiges mehr - angefangen von leckerem frischen Obst über Schinken und Salami bis hin zu allen möglichen Meerestieren. Bei den Preisen ist es gut, wenn man diese selbst im Markt vergleicht. Die äußeren Stände sind etwas teurer als die versteckten im Innern.
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Eingang zum Mercat de la Boqueria
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im Mercat de la Boqueria
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im Mercat de la Boqueria
Direkt neben der La Rambla liegen das Barri Gotic und das Barri Xino, zwei der ältesten Stadtteile. Unser Weg sollte uns durch das Barri Gotic mit seinen hohen alten Häusern, schmalen Straßen und Gassen mit unzähligen kleinen einladenden Geschäften direkt zur Kathedrale führen. Leider war diese gerade mit einer Bauplane eingepackt, so dass sie von Außen nicht wirklich zu besichtigen war. Im Innern lassen Einrichtung und Prunk die Kirche lebendig erscheinen.

Nach dem Besuch der Kathedrale führte unser Weg weiter durch das Barri Gotic und durch viele Läden bis zum Arc de Triomf. Dieses Tor wurde extra für die Weltausstellung 1888 erbaut. Der Arc de Triomf wird von einer breiten Straße (ohne Verkehr) durchquert, welche von Palmen eingesäumt ist. Unter einer dieser Palmen machten wir Rast in der prallen Sonne. Über uns in der Palme tummelten sich kleine grüne Papageien. Gleich beim Arc de Triomf befindet sich das imposante Gebäude des Palau de Justuica.
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im Barri Gotic
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im Barri Gotic
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La Rambla
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in der Kathedrale
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im Barri Gotic
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Arc de Triomf
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im Barri Gotic
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Palau de Justicia
Nachdem wir genug Sonne getankt hatten, ging es weiter in Richtung Parc de la Ciutadelle. Dort befindet sich das Museu de Zoologia. Im Park stehen viele verschiedene exotische Bäume und andere Pflanzen. Im Sommer ist hier sicher viel mehr zu sehen. Lieder waren auch die Wasserflächen nicht gefüllt, da anscheinend Bauarbeiten nötig waren.


Durch den Park hindurch gelangten wir zu einem der Bahnhöfe von Barcelona - der Estacio de Franca. Dieser Kopfbahnhof wird nur noch wenig genutzt. Direkt vom Bahnhof zog es uns wieder in die engen Gassen des Barri Gotic, um noch etwas in den Geschäften zu stöbern
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im Barri Gotic
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Museu de Zoologia
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Parc de la Ciutadella
4. Tag - Dienstag 25. Januar 2005

Am vierten Tag liessen wir uns von der Metro direkt nach Barceloneta einem alten Wohngebiet direkt am alten Hafen fahren. Was auf dem Stadtplan wie eine große Lagerhalle aussieht sind tatsächlich schmale Häuser und noch schmalere Gassen. Einige der Balkone und Fenster bekommen wahrscheinlich nie die Sonne zu sehen.

Bei herrlichstem Sonnenschein schlenderten wir - allerdings bei eisigem Wind - am Strand entlang. Dieser war bis auf wenige Ausnahmen vollkommen verlassen. Unser Weg sollte uns bis zum olympischen Hafen mit moderner Architektur führen. Durch den kalten Wind recht durchgefroren zog es uns wieder zurück in die Metro, welche uns bis zum Placa de Catalunya fuhr.
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Moll de la Barceloneta
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Kunst am Strand
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Häuser im Stadtteil Barceloneta
Der Placa de Catalunya scheint durch unzählige Tauben besiedelt zu sein. Am Placa de Catalunya befindet sich auch das größte Kaufhaus der Stadt - eine Filiale des El Corte Ingles. Dies erkundeten wir ausgiebig bevor wir uns in der obersten Etage mit einem wunderbaren Panoramablick über die Häuser der Stadt zu einem kleinen Snack und einem warmen Getränk niederließen.
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Placa de Catalunya
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El Corte Ingles
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Blick aus dem El Corte Ingles
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Plakat am El Corte Ingles
Nach dem Besuch des El Corte Ingles beschlossen wir den Rest des Tages mit shoppen zu verbringen.


Zu der Zeit unseres Aufenthaltes in Barcelona war dort auch eine Art Winterschlussverkauf im Gange. Dies führte natürlich zu einem vergrößerten Bedürfnis nach Einkaufen. Einige schöne Stücke (vor allem Lederwaren und Kleidung) sind dabei tatsächlich mitgekommen.

Das nebenstehende Bild zeigt im Übrigen exemplarisch, was uns in allen Tagen in Barcelona begleitet hat. Die Werbung für die Rabatte aller Geschäfte und sonstigen Einkaufsmöglichkeiten.

Um die spanische Gastwirtschaft und Küche nich ganz aussen vorzulassen, verbrachten wir den Abend bei einem leckern Mahl in einem kleinen Restaurant in der Nähe unserer Wohnung.
5. Tag - Mittwoch 26. Januar 2005
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Temple Expiatori de la Sagrada Familia
Der fünfte Tag sollte zu einem Höhepunkt werden. An diesem Tag besichtigten wir das wohl bekannteste Bauwerk Barcelonas - die Temple Expiatori de la Sagrada Familia (Sühnetempel der heiligen Familie) - kurz Sagrada Familia. Diese Kirche befindet sich schon seit weit mehr als 100 Jahren im Bau und obwohl der Eindruck entstehen könnte, dass die Bauarbeiten sich bald dem Ende nähern, wird es noch viele Jahre dauern, bis die Kirche fertig ist. Momentan sollen die Arbeiten in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Mitteln im Jahr 2020 abgeschlossen sein. Antoni Gaudi, der Architekt, hat mit der Planung und dem Bau der Sagrada ein unvergleichliches Werk geschaffen.

Die 8 Euro Eintritt pro Person zahlten wir gern, da sie wieder in den Weiterbau einfließen. Wir wurden auch im Innern nicht enttäuscht. Meist noch Baustelle, liess sich aber an einigen Stellen schon erahnen, wie der Innenraum einmal aussehen wird. Ein Blick auf die Pläne von Gaudi zeigten, dass zwischen den bisher errichteten Türmen noch ein gewaltiger Hauptturm entstehen soll, welcher die kleineren Türme noch weit überragen wird.
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Ansicht von Süden
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Blick auf die nördlichen Türme
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Blick von der Sagrada Familia
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Figuren am südlichen Portal
Sagrada Familia

Zuerst erklommen wir die älteren Türme zu Fuß. Nicht bis ganz nach oben, dies wollten wir lieber dem Fahrstuhl in den neueren Türmen überlassen. Die Wendeltreppen in den Türmen verfügen übrigens nicht über ein Geländer, so dass man theoretisch ins Treppenauge fallen könnte. Vor dem Fahrstuhl mussten wir einige Minuten anstehen und spätestens hier waren wir froh, dass wir nicht zur Urlaubs-Hauptsaison in Barcelona waren.

Vom Fahrstuhlausstieg konnte man noch über eine schmale Treppe in die oberen Etagen der Türme klettern. Und wieder einmal bot sich ein wunderbarer Blick über Barcelona. Von der Sagrada Familia ergibt sich allerdings ein völlig neuer Blickwinkel, da die Türme doch eher zentral in der Stadt stehen und hier auch die höchsten sind.

Von der Sagrada Familia fuhren wir mit der Metro zurück ins Zentrum, um uns am Passeig de Gracia, einer breiten und langen Einkaufsstraße, die von Gaudi gestalteten Stadthäuser anzusehen. Die Passeig de Gracia ist eine der Hauptstraßen im Eixample, einem am Reißbrett entworfenen Stadtteil. Wie auf einem Schachbrett sind die Bebauung und die Straßen angeordnet. Jedes Feld hat eine Länge von 100 Metern. Neben der Casa Mila befindet sich hier auch die Casa Battlo. Beide sind auch von innen zu besichtigen. Leider kostet es jeweils einiges an Geld, so dass wir doch lieber draußen blieben.

Da wir uns ja auf einer prächtigen Einkaufsstraße befanden, nutzten wir dies gleich wieder, um bis zum Sonnenuntergang durch die Geschäfte zu schlendern, bevor wir den Abend in unserer Wohnung ausklingen ließen.

Wer sich über die Sagrada Familia näher informieren oder etwas über den Baufortschritt möchte, der sollte auf der offiziellen Seite nachlesen:

Sagrada Familia
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Sagrada Familia - Detail
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Casa Mila
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Detail der Casa Battlo
6. Tag - Donnerstag 27. Januar 2005

Wieder, wie jeden Tag, Sonne. Aber es wurde immer kühler. Mehr angezogen und auf ging es. Am sechsten Tag zum Park Güell. Der ganze Park wurde von Gaudi entworfen und angelegt. Überall hat er seine Spuren hinterlassen. Erster Anlaufpunkt war für uns die Aussichtsplattform, welche wohl an der höchsten Stelle des Parks eine wunderbare Aussicht auf Stadt und Meer bietet.

Im Park genossen wir unter Palmen die Sonne bei Kaffee und Bier. Beeindruckend sind im Park vor allem die vielen Mosaikarbeiten und die organischen Formen wie an allen Werken von Gaudi. Ein weiteres Wahrzeichen von Barcelona ist hier ebenfalls zu finden - ein salamanderähnliches Mosaik-Tier.
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im Parc Güell
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im Parc Güell
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im Parc Güell
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im Parc Güell
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im Parc Güell
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im Parc Güell
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Eingangsbereich zum Parc Güell
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Eingangsbereich zum Parc Güell
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Eingangsbereich zum Parc Güell
Nach dem ausgiebigen Aufenthalt im Park fuhren wir mit der Metro zum Placa de les Glories. Beeindruckend ist für den Verkehrsplaner der riesige aufgeständerte Kreisverkehr, der den gesamten Platz beansprucht. Warum wir hierher gekommen sind? Von jedem höheren Punkt in der Stadt war ein bunt schimmerndes hohes Gebäude zu sehen, welches wie eine Rakete aussieht. Da will man schon wissen, was es ist, vor allem, weil es bisher in keinem Reiseführer benannt ist. Leider konnten wir auch vor Ort nicht allzu viel feststellen, da es sich um eine Baustelle handelte, welche nicht betreten werden durfte. Anscheinend wird das imposante Gebäude ein Bürokomplex. Da wir aber schon einmal hier waren, gingen wir in das dort befindliche große Einkaufszentrum. Hier waren kaum Menschen unterwegs, ganz anders als in der Innenstadt.

Nach dem Shopping ging es mit der Straßenbahn noch einmal in Strand. Das Fahren mit der hochmodernen Straßenbahn macht übrigens sehr viel Spaß. Da ist nichts mit laut und viel rumpeln. Schön leise gleitet sie dahin.

Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir am Strand. Entlang diesem liefen wir in Richtung Barceloneta wo wir die Metro erreichten. Zwischenzeitlich wurde es empfindlich kühl. Temperaturen unter Null Grad wurden erwartet und traten dann auch in der Nacht ein.
7. Tag - Freitag 28. Januar 2005

Den vorletzten Tag nutzten wir hauptsächlich zu einem abschließenden ausgiebigen Einkaufsbummel. Zuerst ging es mit der Metro zur Palau de Pedralbes von wo aus wir mit der Straßenbahn ins Eixample fuhren. Durchs Eixample mit seinen unzähligen Geschäften führte uns der Weg zum Placa de Catalunya durchs Barri Gotic zum alten Hafen. Im Maremagnum liessen wir es uns bei einer großen Paella gut gehen. Mit vollen Bäuchen ging es dann nach einem erneuten anstrengenden Tag zurück in die Wohnung.

Auf dem folgenden Bild ist übrigens eine der vielen Rolltreppen zu sehen, welche an touristisch wischtigen Punkten der Stadt angebracht sind. Manchmal ist das recht praktisch.
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eine der vielen Rolltreppen
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die moderne Straßenbahn
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Placa d' Antoni Lopez
8. Tag - Samstag 29. Januar 2005
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Museu Maritim in den Drassanes
Unser letzter Tag in Barcelona stand vor uns. Die Zimmerübergabe erfolgte vollkommen unproblematisch. Wir legten einfach die Schlüssel auf den Tisch und zogen die Tür hinter uns zu. Da der Flieger erst am Abend ging, wollten wir den Tag noch nutzen. Die Koffer liessen wir in einem wirklich gut bewachten Schließfach im Bahnhof Barcelona Central-Sants, welcher gleich bei unserer Ferienwohnung lag. Vom Bahnhof fuhren wir ein letztes mal in Richtung alten Hafen.

Wir entschieden uns das Schifffahrtsmuseum zu besuchen. Dieses liegt in der Nähe des Hafens in den alten Werfthallen - den Drassanes - einem riesigen Hallenkomplex in welchem früher die großen Segelschiffe untergebracht wurden. Die Ausstellung erzählt interessante Dinge über die Entwicklung der Seefahrt und Barcelonas. Mulimediale Einlagen machen den umfangreichen Rundgang noch interessanter.
Nach dem Besuch des Museums zogen wir nochmals durch einige Schluchten des Barri Gotic bevor wir die Koffer holten und mit dem Bus zurück zum Flughafen fuhren. Gegen 20 Uhr flogen wir in Barcelona ab. Gegen 23 Uhr waren wir wieder in Berlin mit einigem Schnee auf den Straßen.

Ich bin mir sicher - wir werden irgendwann wieder in Barcelona landen...

Die Kenner der spanischen Sprache mögen mir verzeihen, dass ich hier im Internet nicht immer die korrekten Buchstaben in den spanischen Namen verwendet habe.
Reisebericht Barcelona
im Museu Maritim
Reisebericht Barcelona
im Museu Maritim
Reisebericht Barcelona
im Museu Maritim
Ende
 
Diese Seiten wurden von René Schlesinger erstellt.
Sämtliche Bilder wurden von René und Peter aufgenommen.

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