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letzte Aktualisierung:
2017-03-22 08:50


Reiseberichte

Rundreise Deutschland 19. - 30. Oktober 2007
Reisebericht Rundreise Deutschland
Schloss Neuschwanstein
2007 starteten wir (Nadine und ich) noch einmal mit dem Auto in Urlaub (ja, wir haben es noch). Diesmal erst ziemlich spät im Oktober und immer noch mit Sommerreifen. Ziel war es, den Süden Deutschlands etwas näher kennenzulernen und auch wieder ein paar Freunde zu besuchen.

Die Planung zur Tour begannen wir ca. 14 Tage vor der Abreise. Bei Heidelberg und bei Stuttgart wollten wir uns kurz bei Freunden aufhalten und außerdem stand recht schnell fest, dass wir uns die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau ansehen wollten.

Um zu den Königsschlössern zu gelangen brauchten wir eine Unterkunft in der Nähe. Der nächstgrößere Ort ist Füssen und dort war über das Internet auch schnell ein Hotel gefunden. Als Zwischenstation wählten wir dann noch einen Aufenthalt in Freiburg im Breisgau. Auch hier buchten wir das Hotel im Voraus im Internet.

Von Füssen sollte es dann zurück nach Norden über Stuttgart gehen. Und um von Stuttgart nicht in einem Rutsch zurück nach Berlin zu müssen, planten wir noch zwei Tage Dresden (ebenfalls übers Internet).

Und nun viel Spass beim Lesen...

Stationen Deutschland 2007
Mit Auswahl der Stationen
gelangen sie direkt zu dem entsprechenden
Abschnitt des Reiseberichts:

Heidelberg

Freiburg im Breisgau

Lindau am Bodensee

Füssen im Allgäu

Neuschwanstein und Hohenschwangau

Dresden

1. und 2. Tag - Freitag 19. Oktober bis Samstag 20. Oktober 2007 - Heidelberg

Gegen 11:00 Uhr starteten wir in Berlin. Als Beifahrer hatten wir unseren guten Freund Peter, welcher uns bis Wiesloch bei Heidelberg begleitete. Ohne Probleme landeten wir nach der üblichen mehrstündigen Fahrt bei Jens, Katharina und Familie in Wiesloch, wo wir bis zum Sonntag Unterkunft hatten.

Am Samstag zog es uns nach dem Frühstück nach Heidelberg. Hier waren wir ja schon des öfteren aber trotzdem gibt es immer wieder etwas neues zu entdecken. Dieses mal spazierten wir durch die Innenstadt und überquerten den Neckar mittels der Theodor-Heuss-Brücke, um dann über die Alte Brücke (Karl-Theodor-Brücke) wieder zurück in die Innenstadt zu gehen.

Vom nördlichen Neckarufer hat man einen wunderbaren Panoramablick auf die Altstadt und das Heidelberger Schloss. Zu dieser Jahreszeit war der Spaziergang am Ufer des Neckars auch sehr entspannt, da trotz des herrlichen Sonnenscheins nicht viele Menschen unterwegs waren.
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Adenauerplatz
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Neckar und Heiligenberg
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Neckarufer am Heiligenberg
Am späteren Nachmittag trafen wir wieder in Wiesloch ein, wo es dann noch einen Geburtstag und überhaupt ein geselliges Beieinander zu feiern galt.
3. Tag - Sonntag 21. Oktober 2007 - Freiburg

Am nächsten Morgen sollten wir uns dann von unseren Freunden verabschieden und unsere Reise allein in Richtung Freiburg (www.freiburg.de) fortsetzen. Das Wetter hatte sich deutlich verschlechtert und es war von Schnee die Rede. Gut, dass wir mit Sommerreifen Richtung Süden fuhren.

Nach dem mittäglichen Frühstück ging es dann gegen 14 Uhr los. Die Fahrt war unproblematisch. Freiburg liegt ja nicht allzuweit weg von Heidelberg. Schon nach zwei Stunden Fahrt mit Pause kamen wir in Freiburg an. Unser Hotel, das "Hotel am Stadtgarten" (www.hotelamstadtgarten.de) war auch schnell gefunden. Das Hotel ist sehr gut gelegen. Bis zum Münster sind es nicht einmal fünf Minuten Fußweg.

Das Hotel hatten wir über das Internet gebucht. Ein Tipp: selbst wenn man schon weiß, welches Hotel man buchen will, sollte man im Internet die Preise bei den verschiedenen Anbietern vergleichen. Und vor allem sollte man sich nicht auf die Preise der hoteleigenen Webseite verlassen. So habe wir doch einiges an Geld gespart.
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Münsterplatz
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Markt auf dem Münsterplatz
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Detail Münsterplatz
Das recht neu gebaute "Hotel am Stadtgarten" bietet neben den Zimmern im Hotel selbst weitere Zimmer im sogenannten Gästehaus an. Dies ist ein normales Wohnhaus gleich gegenüber dem Hotel. Hier bezogen wir eine geräumige Einraumwohnung. Für den Preis hatten wir noch nie soviel Platz.

Die Unterbringung des Autos war auch kein Problem. Auf der Straße musste man zwar Parkgebühren bezahlen, diese waren für einen ganzen Tag aber tragbar. Im Haus unten war auch gleich ein Bäcker, welcher uns morgens mit Frühstück versorgte (holte ich natürlich aufs Zimmer).

Nachdem wir uns im Zimmer breitgemacht hatten, starteten wir zu einer ersten Erkundung Freiburgs. Leider nieselte es, war sehr grau und es wurde bereits dunkel.
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Hotel 'Am Stadtgarten'
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Kanaldeckel Freiburg
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Rathausplatz
Freiburg machte trotz des trüben Wetters einen sehr guten Eindruck - viele alte sehr schön hergerichtete Häuser, leider oft durchsetzt mit den "modernen" Betonbauten der großen Handelsketten, eine wunderbare Straßenpflasterung mit Rheinkieseln, die "Bächle" (offenen Rinnen auf Straßen und Wegen in welchen normalerweise Wasser fließt) und nicht zuletzt das alles überragende Münster prägen das Bild der Stadt.
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Blick in die Turmstraße
Leider war, wie sollte es anders sein, die Turmspitze des Münsters gerade in einem Baugerüst verpackt. Den Turm kann man auch besteigen, was wir aber wegen dem kühlen, feuchten Wetters unterließen.

Unseren Spaziergang durch die Innenstadt unterbrachen wir für einen Kaffee im "Cafehaus im Friedrichsbau". Danach entdeckten wir noch das Theater, in welchem am übernächsten Abend ein Roman von Franz Kafke, "Der Prozess", als Theaterstück aufgeführt werden sollte. Da wir noch nie ein Stück von Kafka auf der Bühne gesehen haben, wollten wir uns am nächsten Tag Karten besorgen.

Mittlerweile war es schon Abend geworden und wir waren gut durchgefroren, wollten noch etwas essen und uns dann im Hotel aufwärmen. Wir gingen also zu "Subways", besorgten uns dort große Baguettes, welche wir uns anschließend bei einer guten Flasche Wein in unserem Zimmer schmecken ließen.

Die Planung für den nächsten Tag machten wir vom Wetter abhängig. Auf jeden Fall hatten wir uns eine Stadtführung vorgenommen.
4. Tag - Montag 22. Oktober 2007 - Umgebung von Freiburg

Am Montag schien dann am Morgen wieder die Sonne und wir entschieden uns für einen Besuch auf dem Feldberg, da wir die Hoffnung hatten, dass wir von dort einen schönen Ausblick aufs Land haben würden. Gleich nach dem Frühstück ging es über eine schöne, kurvenreiche Straße in Richtung Feldberg.

Da wir am Tittisee vorbeikamen, wollten wir hier einen Blick auf den See werfen, was wir uns dann aber anders überlegten. Wir wollten erst einmal das gute Wetter ausnutzen.

Es ging also gleich weiter nach oben zum Feldberg und umso höher wir kamen, desto mehr Schnee lag auch. Zum Glück waren die Straßen schon vom Schnee befreit worden, sonst wäre ich mit den Sommerreifen gleich wieder umgedreht.
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Auf dem Feldberg
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Auf dem Feldberg
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Uhrenmuseum Furtwangen
Auf dem Parkplatz am Feldberg angekommen, mussten wir feststellen, dass die Spitze des Berges in dicken Nebel eingehüllt war. Die Seilbahn fuhr direkt in diesen Nebel hinein. Wir standen im Schnee und überlegten uns, dass die Fahrt nach oben wohl nicht viel Sinn machen würde.

Nach dem wir den Feldberg verlassen hatten, wurde das Wetter auch wieder etwas trüber. Wir entschlossen uns zu einem Besuch des Uhrenmuseums in Furtwangen (www.deutsches-uhrenmuseum.de). Ich erwartete eigentlich nur Kuckucksuhren, doch dem war nicht so.

Im Uhrensmuseum gibt es viel interessantes zu sehen. Man erfährt sehr viel über die Geschichte der Uhr und natürlich auch über die Geschichte des Uhrmacherhandwerks im Schwarzwald. Und es gibt natürlich auch Kuckucksuhren zu sehen.
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Im Uhrenmuseum Furtwangen
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Im Uhrenmuseum Furtwangen
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Hexenlochmühle
Nach dem mehrstündigen Aufenthalt im Uhrenmuseum, welcher nur zu empfehlen ist, fuhren wir durch enge Täler zur Hexenlochmühle. Dieses Kleinod, eigentlich eine typische Touristenfalle, ist inmitten hoher Berge an einem kleinen Bächlein gelegen.

Eigentlich wollten wir hier einen Kaffee trinken, entschieden uns aber doch dagegen und machten uns auf den Rückweg nach Freiburg.
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Detail Haus zum Walfisch
Zurück in Freiburg machten wir uns auf zur Touristeninformation. Wir wollten noch Karten für die Theatervorführung am nächsten Abend kaufen. In der Touristeninformation erfuhren wir, dass man die Karten in einem Büro der örtlichen Presse gleich um die Ecke kaufen kann. Dies taten wir dann auch.

Für den Abend hatten wir uns entschieden, eine Stadtführung der Historix-Tours mitzumachen. Zuvor gingen wir uns aber erst einmal die Bäuche im Lokal "Alte Harmonie" füllen. Hier hat es uns leider nicht so gut gefallen, da es auf Grund der Raumgröße etwas ungemütlich und auch die Temperatur zum frösteln war.

Um 19:30 trafen wir uns dann mit anderen Interessenten vor dem Münster zur Stadtfürhung mit Historix-Tours (www.historix-tours.de). Die Tour hatte das Thema "Studenten, Karzer, üble Streiche". Durch einen Führer in historischer Kleidung wurden wir so des Nachts durch Freiburg geführt. Wir erfuhren einiges über die Geschichte der Universität und über das Leben der Studenten und Gelehrten in vergangenen Zeiten. Die Tour machte trotz der Kälte viel Spaß und wir können diese oder andere Touren vom Historix-Tours nur empfehlen.

Nach der Tour waren wir durchgefroren und suchten unser Zimmer auf.
5. Tag - Dienstag 23. Oktober 2007 - Freiburg

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Detail des Freiburger Münsters

Heute ging es nach dem Frühstück gleich wieder los. Die nächste Stadtführung stand auf dem Programm. Um 10:30 Uhr trafen wir uns vor der Touristeninformation am Rathausplatz mit einer Gruppe anderer durch-die-Stadt-geführt-werden-Wollender. In einer größeren Gruppe erfuhren wir sehr viel Interessantes über Freiburg obwohl es hier sicher noch viel mehr zu erzählen gab.

Nach ca. zwei Stunden Führung mussten wir uns erst einmal etwas aufwärmen. Dies taten wir im Kaufhof-Restaurant Dinea mit einem kleinen Snack und warmen Getränken.

Den Nachmittag verbrachten wir mit einem kleinen Stadtbummel durch ein paar Geschäfte und einem Besuch auf dem Alten Friedhof, welcher unweit unseres Hotels lag. Nach dem Besuch des Friedhofs ruhten wir kurz in unserem Zimmer bevor es dann auf die Futtersuch ging.
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Alter Friedhof Freiburg
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Alter Friedhof Freiburg
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Alter Friedhof Freiburg
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Blick in die Buttergasse
Unser Abendessen fanden wir im "La Piazza" in der Rathausgasse 50 wo wir beide eine ordentliche Portion Nudeln aßen. Das italienische Restaurant ist empfehlenswert. Preis und Leistung stimmen.

Mit vollen Bäuchen ging es dann auf ins Theater zu Franz Kafkas "Der Prozess". Am Theater angekommen fanden wir uns in einer großen Menge Schüler wieder, welche dann auch fast das ganze Theater bevölkerten. Voll zahlende Gäste wie wir waren leider nur wenige anwesend und diese saßen dann auch hauptsächlich auf den oberen preiswerteren und sehr engen Plätzen. Im Freiburger Theater hat man weniger Beinfreiheit als auf einem Interkontinentalflug.

Nun gut, mal schauen, wie man ein Stück von Kafka auf die Bühne bringt. Und obwohl wir uns schon dachten, dass es schwierig ist, einen Roman Kafkas als Schauspiel zu bringen, wurde alles noch schlimmer als in unseren kühnsten Phantasien vermutet. Es war eine sehr moderne Umsetzung, was aber zu Kafkas Roman überhaupt nicht passen wollte. Die Fülle des Romans wurde nicht ansatzweise vermittelt, ganz im Gegenteil, vieles wurde ausgelassen. Im Gegenzug wurde das ganze Stück durch unnötige und wirklich haarstäubend choreographierte Balletteinlagen in die Länge gezogen.

Kafka auf der Bühne ist ein schwieriges Experiment, was aus unserer Sicht in Freiburg misslungen ist.

Gegen 22:00 Uhr waren wir dann im Hotel, wo wir den Abend bei einem Gläschen Wein ausklingen ließen.
6. Tag - Mittwoch 24. Oktober 2007 - Lindau am Bodensee

Mittwoch Morgen ging es dann recht zeitig nach dem Frühstück auf die Reise in Richtung Füssen. Unterwegs fährt man entlang des Bodensees. Das Wetter war recht trüb. Erst in der Nähe von Lindau tauchte plötzlich die Sonne hinter den Wolken auf, was uns dazu verleitete, die Sonnenstrahlen für einen Bummel durch Lindau zu nutzen.

Die Altstadt von Lindau liegt auf einer Insel im Bodensee, welche auch unser Ziel war. Auf die Insel kann man nicht mit dem Auto. Kurz davor ist aber ein relativ großer kostenpflichtiger Parkplatz. Auf diesem angekommen, schien dann auch die Sonne und über Lindau war ein herrlich blauer Himmel

Gleich hinter der Brücke, über welche man die Insel erreicht, stand ein Häuschen in welchem Schiffsrundfahrten auf dem Bodensee feilgeboten wurden. Das schöne Wetter ließ uns nicht lange zögern. Wir kauften zwei Karten und ließen uns von der netten Verkäuferin gleich noch auf die Sehenswürdigkeiten der Insel hinweisen.
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Modell der Insel Lindau
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Marktplatz
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Detail am Alten Rathaus
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Maximilianstraße
Bis zur Abfahrt des Schiffes hatten wir fast zwei Stunden Zeit, welche wir zu einem Rundgang über die Insel nutzten. Wenn man nicht allzu langsam unterwegs ist, reichen zwei Stunden gut, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gesehen zu haben.

Auf der Insel sind noch viele alte Gebäude erhalten, die ältesten stammen aus der Zeit des Mittelalters. Alles ist sehr ordentlich hergerichtet und es macht einfach Spaß, durch die Straßen zu laufen. Der Bodensee und nicht zuletzt die Autofreiheit der Insel (bis auf die Fahrzeuge der Anwohne) tun ihr übriges.

Um 14 Uhr startete dann unser Schiff zur Rundfahrt. Ab Lindau ging es dann auf dem Bodensee in Richtung Bregenz (Österreich) und nach ca. 90 Minuten waren wir wieder in Lindau angekommen. Auf dem Schiff wurde man auch gut bewirtet, was wir auch nutzten.

Nach der Schifffahrt ging es zurück zum Auto und gegen 16 Uhr starteten wir in Richtung Füssen, unserem eigentlichen Ziel für diesen Tag.
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Insel Lindau von Westen
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Hafen und Finanzamt
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Hafen und Bodensee
6. Tag - Mittwoch 24. Oktober 2007 - Füssen
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Hotel Sonne
Gegen 17:30 Uhr erreichten wir Füssen und unser Hotel Sonne (www.hotel-fuessen.de) in zentraler Lage in Füssen direkt am Altstadtkern gelegen. Leider war nun die Sonne wieder verschwunden. Das Hotel machte einen sehr guten Eindruck. Zu unserer Überraschung bekamen wir auch bessere Zimmer als wir eigentlich gebucht hatten.

Das Hotel war recht neu gebaut und dementsprechend modern sind auch die Zimmer eingerichtet. Vor allem die Badausstattung war sehr exklusiv. In der Übernachtung inklusive war die Nutzung eines Fittnesscenters in wenigen Metern Entfernung und die Nutzung des hauseigenen Saunabereichs im Obergeschoss des Hotels.

Nachdem wir uns im Zimmer eingerichtet hatten, streiften wir ein wenig durch die Altstadt und kehrten schließlich in der Weinstube in der Franziskanergasse ein. Außer uns waren nur drei Stammgäste anwesend aber der Chef schmiss extra wegen uns noch einmal den Herd an. So bekamen wir eine gute Hausmannskost und dazu leckeres Fassbier.

Nach dem guten Essen gingen wir zurück ins Hotel. Die Badewanne des Zimmers musste genutzt werden.
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Reichenstraße
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Fassade Stadt-Apotheke
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Rathaus an der Lechhalde
7. Tag - Donnerstag 25. Oktober 2007 - Neuschwanstein und Hohenschwangau
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Schloss Neuschwanstein
Das Hotel in Füssen hatten wir inklusive Frühstück gebucht. Das Frühstücksbüffett war ausreichend und lecker. Gut gestärkt gingen wir in den Tag, um das zu erledigen, weswegen wir eigentlich nach Füssen gekommen waren - der Besuch der Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau.

Die Eintrittskarten für die Schlösser hatten wir uns bereits vor dem Urlaub über das Internet (www.hohenschwangau.de) gesichert, was auch unbedingt zu empfehlen ist. Man bekommt so Karten, auf denen die Zeit des Eintritts vorgemerkt ist. Die Karten müssen dann nur noch an der Kasse in Hohenschwangau abgeholt werden.

Gleich nach dem Frühstück ging es also los. Normalerweise kann man von Füßen aus zu Fuß zu den Schlössern laufen (ca. 3 bis 4 km), da unsere Eintrittszeiten aber recht früh waren, die Karten eine Stunde vor Einlass abzuholen sind und das Wetter nicht so optimal war, fuhren wir mit dem Auto. Parkplätze gibt es im Umfeld der Schlösser reichlich.

Durch die bestellten Karten ging an der Kasse alles reibungslos und zügig. Die eine Stunde, welche man die Karten vor dem Eintritt abholen muss, kann man gut verbummeln und außerdem muss man ja noch zum jeweiligen Schloss.
Wir verbummelten unsere Zeit am wunderschönen von hohen Bergen eingerahmten Alpsee bevor wir uns an den nicht beschwerlich Aufstieg zum Schloss Hohenschwangau machten. Das Schloss wurde zwischen 1832 und 1836 von Kronprinz Maximilian von Bayern wieder aufgebaut und hier verlebte König Ludwig II. seine Jugend.

Zur vorhergesagten Eintrittszeit wurden dann tatsächlich auch unsere Kartennummern aufgerufen und mit einer Gruppe von ca. 30 Personen bekamen wir eine Schnellführung durch das Schloss. Leider kommt man kaum dazu sich alles anzusehen aber trotzdem war es sehr interessant. Im Schloss ist die Einrichtung zum größten Teil so erhalten, wie sie von den letzten Nutzern zurückgelassen wurden.
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Alpsee
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Schloss Hohenschwangau
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Blick zum Alpsee
Von einem Schloss zum anderen braucht man zu Fuß ca. eine halbe Stunde. Der Aufstieg zum Schloss Neuschwanstein ist etwas länger. Hier kann man auch mit dem Bus (fuhr auf Grund des schlechten Wetters mit Schnee nicht) oder der Pferdekutsche fahren. Wir entschieden uns, den Weg zu Fuß zu gehen.

Die Eintrittszeiten zu den Schlössern sind so gelegt, dass man genügend Zeit für die Wege zwischendurch hat.

Das Schloss Neuschwanstein wurde von 1869 - 1886 unter König-Ludwig II. von Bayern im Stil einer mittelalterlichen Burg erbaut.
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Eingangsbereich Hohenschwangau
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Schloss Hohenschwangau
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Schloss Neuschwanstein
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Schloss Neuschwanstein
Ins Schloss Neuschwanstein kamen wir zusammen mit einer wesentlich größeren Gruppe (ca. 80 Personen). Hier sind die Räume allerdings auch größer, so dass es kein Problem war. Im bereits von außen sehr imposanten Schloss ist nur ein kleiner Teil der Räume ausgebaut, die es aber in sich haben. Man fühlt sich tatsächlich in eine Märchenwelt versetzt.

Der Besuch der Königsschlösser in Hohenschwangau ist in jedem Fall empfehlenswert. Bei besserem Wetter wäre alles wahrscheinlich noch schöner gewesen obwohl das etwas trübe und nebelverhangene Wetter durchaus etwas zum märchenhaften Beitrug. Leider war auf Grund der Glätte und des Schnees der Fußweg zur bekannten Marienbrücke oberhalb des Schlosses Neuschwanstein gesperrt.

Insgesamt sollte man für den Besuch der Schlösser inkl. der Kartenabholung, der Parkplatzsuche usw. mindestens 6 Stunden einplanen.

Übrigens waren an den Schlössern, wie vorherzusehen, viele Japaner unterwegs.
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Schloss Neuschwanstein
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Schloss Neuschwanstein
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Schloss Neuschwanstein
Zurück von unserem Ausflug in die Vergangenheit gingen wir in Füssen auf Nahrungssuche. Beim Bäcker besorgten wir uns frisches Brot, beim Fleicher frische Wurst und leckeren Käse, Oliven usw. haben wir auch noch gefunden. Damit ausgerüstet gingen wir auf unser Zimmer, wo wir alles verspeisten.

Kugelrund vom viel zu vielen Essen nutzten wir die Sauna des Hotels. Anschließend fielen wir schwer und äußerst müde in unsere Betten.
8. Tag - Freitag 26. Oktober 2007 - Füssen

Nach dem Frühstück im Hotel erkundeten wir die Stadt Füssen. Da das Wetter noch trüb und auch Regen nicht auszuschließen war, entschieden wir uns für einen Besuch des Hohen Schlosses in Füssen, welches die Stadtgallerie beherbergt, und des Stadtmuseums direkt am Rathaus im ehemaligen Kloster St. Mang. Beides sind historische Gebäude und die umfangreichen Ausstellungen zeigen viel über die Geschichte der Stadt und der Umgebung. Für wenig Eintrittsgelde erhält man eine Menge Informationen.

Neben dem Schloss und dem ehemaligen Kloster St. Mang gibt es in Füssens historischer Altstadt noch viele andere Interessante und schöne Ecken zu sehen. Die Altstadt besteht fast ausschließlich aus historischen Gebäuden und vielen zum Teil sehr engen Gässchen.
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Innenhof Hohes Schloss
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Gang im Hohen Schloss
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Blick vom Uhrturm
Mittlerweile war es schon Nachmittag geworden und so kehrten wir zu einem Kaffee in unser Hotel zurück. Nach kurzer Pause spazierten wir dann zum Forggensee, einem Stausee auf welchem im Sommer auch Schiffsverkehr angeboten wird.

Auf dem Rückweg in die Stadt kam dann tatsächlich auch einmal die Sonne hervor und schaffte es die Nebelschwaden, welche fortwährend die Berge verdeckten, leicht aufzulösen. Erst jetzt merkten wir, welches Panorama wir bis dahin verpasst hatte. Direkt hinter Füssen erhebt sich das mächtige Massiv der Alpen.
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Am Lech
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Forggensee
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Stadtpanorama mit Alpen
Am Abend gingen wir beim Mexikaner "El Bandito", einem von außen etwas unscheinbaren Restaurant / Bar in der Nähe des Bahnhofs, essen. Anschließend suchten wir noch einmal die Sauna im Hotel auf.
9. und 10. Tag - Samstag 27. Oktober bis Sonntag 28. Oktober 2007
Fahrt nach Dresden über Leutenbach bei Stuttgart
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Alter Friedhof Füssen
Am Morgen stand nach dem Frühstück ein Besuch auf dem Alten Friedhof in Füssen auf dem Programm bevor wir uns auf den Weg in Richtung Stuttgart machten. Vor der endgültigen Abreise aus dem Allgäu fuhren wir nochmals kurz nach Hohenschwangau, um einen letzten Blick auf die Königsschlösser zu werfen. Wir hatten die Hoffnung, dass das Wetter und die Sicht etwas besser sein würden, was aber leider nicht so war.

Auf dem Weg in Richtung Stuttgart besuchten wird in Geislingen den WMF-Werksverkauf. Es lohnt sich, wenn man weiß, was man will. Es gibt fast alles von WMF und das meiste auch zu sehr guten Preisen. Leider brauchten wir nicht viel aber es war trotzdem interessant, weil man alles mal sehen konnte.

Den Abend und die Nacht verbrachten wir bei Freunden in Leutenbach bei Stuttgart und am nächsten Morgen fuhren wir weiter in Richtung Dresden.

Während der Nacht von Samstag zu Sonntag war Zeitumstellung, so dass wir sehr zeitig in Leutenbach abfahren konnten. Die Fahrt war problemlos und nach ca. sechs Stunden waren wir am frühen Nachmittag in Dresden angekommen.
10. Tag - Sonntag 28. Oktober 2007 - Dresden
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Neumarkt und Frauenkirche
Gegen 15 Uhr bezogen wir unser Zimmer im Dorint-Hotel in Dresden (www.dorint-hotels.com/dresden), einem Hotel in zentraler Lage am Rande der Altstadt. Die Zimmerausstattung und der Rest des Hotels waren dem Preis angemessen, wobei gesagt werden muss, dass wir einen sehr günstigen Aktionspreis genutzt haben.

Gleich bei unserer Ankunft bemerkten wir das große Polizeiaufgebot in der Stadt. Eine Gruppe vermummter Fußballfans lief uns über den Weg. Kein schöner Empfang. Später erfuhren wir, dass es wohl Ausschreitungen während eines Fußballspiels gab. Aber irgendwie sind wir mittlerweile an Polizeiaufmärsche im Urlaub in den neuen Bundesländern gewöhnt.

Erfreulicherweise kam bei unserem ersten Rundgang durch die Stadt die Sonne hervor, die aber wegen der Zeitumstellung auch schnell wieder unterging. Die Frauenkirche konnten wir aber noch in herrlichstem Sonnenuntergangslicht sehen. Die Kirche ist von außen sehr beeindruckend. Bei unserem letzten Besuch in Dresden war hier alles noch Baustelle.

Überhaupt konnten wir sehr viele und meist auch positive Veränderungen rings um die Frauenkirche und in der Altstadt feststellen. Viel wurde wieder aufgebaut und vieles saniert.
Während unseres Rundgangs planten wir schon einmal den nächsten Tag. Wir wollten eigentlich in die Gemäldegallerie Alte Meister im Zwinger, mussten aber feststellen, dass Montags die Museen geschlossen haben. Auch ein Besuch des Grünen Gewölbes war geplant, wir wussten aber nicht, ob wir hierfür noch Karten bekommen würden.

Nachdem wir etwas enttäuscht über die Montags geschlossenen Museen waren, entdeckten wir ein Schild, welches verkündete, dass die Museen am Montag, 29. Oktober, wegen des Feiertags am 31. Oktober (Reformationstag) doch offen hätten. So stand ein Teil des Planes für den nächsten Tag fest.
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Gedruckte Fassade mit Werbung
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Zwinger
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Detail am Zwinger
Um 17 Uhr war es stockduster. Wir liefen trotzdem noch etwas durch die Altstadt, um schließlich auf ein Bier und etwas Nahrung in die Radeberger Trinkstube direkt unter den Elbterrassen einzukehren. Hier hatten auch Putin und Schröder schon gespeist, es konnte also nich so schlecht sein. War es auch nicht. Es war alles sehr lecker.

Wohlgenährt und angeheitert kehrten wir zur Nachtruhe in unser Hotel zurück.
11. Tag - Montag 29. Oktober 2007 - Dresden
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Zwinger, Hausmannsturm und Taschenbergpalais
Das Hotel in Dresden hatten wir ohne Frühstück gebucht, was hier übrigens satte 16 Euro pro Person und Tag kosten sollte. Morgens gingen wir also gleich aus dem Haus, um einen Kaffee und einen kleinen Snack zu suchen. Beides fanden wir in einem Karstadt bei einem Bäcker. Stuhl und Tisch gabs auch und die Preise stimmten.

Trotzdem wir uns nicht viel Hoffnung machten, gingen wir trotzdem zum Grünen Gewölbe, um zu schauen, ob wir nicht noch ein paar Karten bekommen könnten. Die Karten werden für bestimmte Einlasszeiten verkauft. Als wir ankamen, gab es nur noch für die letzte Einlasszeit 2 Karten. Nachdem wir uns zuerst an der falschen Kasse angestellt hatten und das andere Publikum sich nicht so recht entscheiden konnte (unser Glück), bekamen wir diese.

Die Karten waren für 17:30 Uhr, wir hatten also noch genug Zeit, uns die Gemäldegallerei Alte Meister im Zwinger anzusehen. Wir haben selten so viele Gemälde auf einen Haufen gesehen. Irgendwann ermüdet man ob der vielen Eindrücke, trotzdem wollten wir alles sehen. Zum Glück sahen wir uns auch alle Räume an, sonst hätten wir das Schokoladenmädchen, welches im hintersten Raum im obersten Stockwerk hängt, nicht gesehen. Und dieses Bild ist wohl eines der wichtigsten und schönsten der Ausstellung.

Nach der Ausstellung waren wir erschöpft und stärkten uns kurz mit Kuchen bei einem Bäcker.
Da wir noch genügend Zeit bis zum Einlass ins Grüne Gewölbe hatten, besuchten wir die Frauenkirche von Innen. Leider ist diese von innen viel weniger imposant als von außen, was sicher an der spartanischen Innenausstattung liegt. Man hat das Gefühl, dass hier das Geld zur Neige ging, auch wenn eine evangelische Kirche immer weniger prunkvoll ist.

Schon wieder vom Hunger oder Appetit getrieben, aßen wir nach der Kirchenbesichtigung eine Bratwurst bevor es auf ins Grüne Gewölbe ging.
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Semperoper
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Detail am Residenzschloss
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Detail Residenzschloss
Das Grüne Gewölbe ist unbedingt empfehlenswert. Grundsätzlich gibt es das Alte und das Neue Grüne Gewölbe. In das Neue Grüne Gewölbe kommt man wesentlich einfacher. Das Higlight ist einfach das Alte Grüne Gewölbe, da man hier die komplette Inneneinrichtung restauriert hat.

Es ist ein Augenschmaus und gibt einen kleinen Einblick in den Prunk der sächsischen Könige. Nach einer Schleuse, die immer nur eine Person ins Innere lässte, gelangt man in die Räume. Geführt wird man mittels einem Hörer ähnlich einem Telefonhöhrer. Insgesamt braucht man nicht länger als zwei Stunden. Gut zu Fuß sollte man sein, da es erst am Ende der Räume wieder eine Sitzmöglichkeit gibt.
Da der Tag schon etwas vorangeschritten war, suchten wir nun etwas zu Essen und wurden im Pulverturm (www.pulverturm-dresden.de) gleich an der Frauenkirche fündig. Das Restaurant ist im Kellergewölbe gelegen und bietet eine Art Erlebnisgastronomie. Man kann zusehen, wie das Essen bereitet wird und Gaukler, der König, Zauberer usw. unterhalten die Gäste.

Das Essen ist eher Hausmannskost, sehr gut, raffiniert und trotzdem einfach und die Preise sind für die Lage günstig. Für uns gabs Spanferkel und Ofenkartoffel. Der König war auch kurz an unserem Tisch. Nach dem Essen waren wir genudelt und traten den Weg zurück zum Hotel an.
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Augustusbrücke
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Detail Kathedrale
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Lutherdenkmal
12. Tag - Dienstag 30. Oktober 2007 - Rückreise nach Berlin

Morgens ging es gleich los in Richtung Berlin. Wir machten noch einen Abstecher nach Cottbus, um endlich die Winterreifen (lagern in Cottbus) am Auto anbringen zu lassen. Bei meinen Eltern gabs dann auch noch ein lecker Mittagessen.

Am frühen Nachmittag trafen wir dann nach insgesamt ca. 2.200 gefahrenen Kilometern wieder in Berlin ein.

Nachdem die Sachen ausgeladen, ausgepackt und die erste Waschmaschine angeschmissen war, beschlossen wir den Urlaub bei einem schönen Abend in unserem Stammrestaurant, dem Mediterraneo in der Lehrter Straße.
Ende
 
Diese Seiten wurden von René Schlesinger erstellt.
Sämtliche Bilder wurden von René Schlesinger aufgenommen.

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