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letzte Aktualisierung:
2017-03-22 08:50


Reiseberichte

Insel Rügen 23. - 29. September 2008
Reisebericht Insel Rügen
Seebrücke Binz
Nach unserem Aufenthalt in der Metropole London wollten wir uns noch etwas in der Natur erholen. Dazu packten wir (Nadine und ich) unsere Rucksäcke und zogen los, um die Insel Rügen zu erkunden.

Dies sollte unser erster Ausflug mit Wandereinlagen werden. Zuvor deckten wir uns mit einiger Outdoor - Kleidung und vor allem guten Wanderschuhen ein. Die Übernachtungen sollten aber nicht im Freien erfolgen, wir bevorzugten dann doch lieber den Komfort eines Hotels. Für die sechs Übernachtungen buchten wir für drei Nächte vorab über das Internet die Zimmer. Dies setzte voraus, dass wir die einzelnen Anlaufpunkte bereits geplant hatten. Insgesamt ging der Plan dann auch gut auf, nur einmal mussten wir vom Tagesplan abweichen.

Unsere Reise führte uns von Bergen im Zentrum Rügens nach Putbus, Sellin, Binz, Sassnitz, Kap Arkona, Prora und Stralsund. Die An- und Abreise erfolgte mit einem Ostsee-Ticket der Bahn. Auf der Insel bewegten wir uns zu Fuß, mit dem Bus oder mit der Kleinbahn "Rasender Roland".

Um das Gewicht zu reduzieren habe ich für diese Reise übrigens die kleine Kamera, eine Canon EOS 500N, mit einem Canon 50 mm / 1:1.8 EF - Objektiv bestückt. Mit 50 mm muss man sich bei einigen Motiven schon Mühe geben, um sie irgendwie aufs Bild zu bekommen, bei manchen geht's dann gar nicht. Die Arbeit mit der "Minimalausstattung" war aber auch wieder einmal interessant.
Ein kleiner Hinweis noch: Die Bilder der folgenden Seiten, sind unter dem Punkt Fotografie I auch etwas größer zu sehen!

Und nun viel Spass beim Lesen...

1. Tag - Dienstag 23. September 2008 - Anreise nach Bergen und Weg nach Putbus

Die Rucksäcke gepackt machten wir uns am Morgen auf den Weg zur Bushaltestelle. Ein grauer Tag, es nieselte, wir hofften, dass das Wetter besser werden würde. Pünktlich an der Bushaltestelle warteten wir zehn Minuten, ohne dass ein Bus kam. Bis zur Abfahrt des Zuges hatten wir zwar noch eine halbe Stunde Zeit, wir mussten aber noch Fahrkarten und Filme kaufen. Also wollten wir ein Taxi nehmen. Wenn man eins braucht, kommt natürlich gerade keins. Wir liefen los, das war noch zu schaffen, und dann kam uns doch ein Taxi entgegen, welches uns dann zum Bahnhof brachte. Die erste Etappe war geschafft.

Am Bahnhof hieß es dann erst einmal die Fahrkarten kaufen (Ostseeticket für zwei). Warum der Automat so viele Dinge von uns wissen wollte, bleibt ungeklärt. Jedenfalls standen zum Schluss nur der Abfahrtstag und das Ziel der Reise auf der Fahrkarte (mehr braucht so ein Ostseeticket auch nicht). Noch schnell Filme gekauft und ab zum Bahnsteig. Der Zug fuhr pünktlich ab und nach einmaligem Umsteigen in Stralsund waren wir pünktlich gegen 14:30 Uhr in Bergen auf Rügen. Das Wetter war immer noch grau, was auch so bleiben sollte, es regnete aber nicht.

Vom Bergener Bahnhof aus gingen wir dann zu Fuß durch die Innenstadt von Bergen in Richtung Putbus. Da wir unterwegs an der St. Marienkirche, dem ältesten Bauwerk in Bergen, vorbeikamen, schauten wir sie uns auch von innen an. Seit der Restaurierung im Jahr 1985 hat das Ziffernblatt der Kirchturmuhr auf der Nordseite 61 Minuten.

Weiter ging es in Richtung Putbus. Zuerst mussten wir den Weg finden, den wir nehmen wollten. Die Straße in Richtung Putbus war einfach zu finden, die wollten wir aber aus gutem Grund nicht nehmen sondern einen kleineren Weg durchs Grüne. Nach einem kleinen Umweg fanden wir diesen dann auch.
Reisebericht Insel Rügen
In Neklade bei Bergen
Reisebericht Insel Rügen
In Neklade bei Bergen
Reisebericht Insel Rügen
Bahnlinie Bergen - Putbus
Unser Weg führte von Bergen Süd über Neklade, einem winzigen Ort neben einem Landwirtschaftsbetrieb, weiter über Wiesen, Felder und Wälder nach Putbus. In Putbus angelangt machten wir uns auf die Suche nach unserem Hotel, welches wir bereits vorab im Internet gebucht hatten. Das Hotel Koos (www.hotel-auf-ruegen.de) welches in der Nähe des Bahnhofs Putbus liegt, erreichten wir gegen 17:00 Uhr nach einer Strecke von ca. 10 km. Das Hotel ist einfach eingerichtet, erfüllte aber seinen Zweck. Nach kurzem Ausruhen spazierten wir noch etwas durch den Ort. Interessant sind der Circus, eine kreisförmig angeordnete Ansammlung klassizistischer Stadtvillen, das einzige Theater Rügens und der Schlosspark mit Orangerie und Schlosskirche. Das Schloss steht leider nicht mehr. Im Schlosspark befindet sich ein Wildgehege mit Rot- und Damwild.
Reisebericht Insel Rügen
Putbus am Circus
Reisebericht Insel Rügen
Markt in Putbus
Reisebericht Insel Rügen
Im Putbuser Park
Südwestlich des Wildgeheges befindet sich die "Jägerhütte Putbus" ein empfehlenswertes passend eingerichtetes Restaurant mit einem großen Angebot an Wildspezialitäten. Wir ließen uns hier eine Wildsuppe und eine Wildplatte mit Hirsch, Reh und Wildschwein schmecken und machten uns danach genudelt auf den Weg in Richtung Hotel.
2. Tag - Mittwoch 24. September 2008 - Fahrt von Putbus nach Sellin, Wanderung durch das Naturschutzgebiet Granitz zum Jagdschloss Granitz und nach Binz
Reisebericht Insel Rügen
Theater in Putbus
Nach dem Frühstück im Hotel fuhren wir um 11:48 Uhr mit der Rügenschen BäderBahn (www.ruegensche-baederbahn.de), dem "Rasenden Roland", zum Bahnhof Sellin Ost, wo wir eine gute Stunde später ankamen. Das Wetter hatte sich zwischenzeitlich gebessert, die Bewölkung lockerte langsam auf und die Sonne ließ sich öfter blicken.

Vom Bahnhof aus ging es in Richtung Seebrücke Sellin (www.ostseebad-sellin.de) - erst immer bergauf und dann kurz vor dem Ufer über eine Treppe wieder steil nach unten. Von unten nach oben sind wir dann mit dem Aufzug gefahren und traten von hier unseren Weg über den Hochuferwanderweg in Richtung Jagdschloss Granitz an. Nachdem man den Hochuferweg erklommen hat, geht es hier oben entlang der Küste mit schönen Aussichten.

Bei der Waldhalle, die leider wegen eines Küstenabbruchs nicht mehr vorhanden ist, biegt man in Richtung Westen zum Jagdschloss auf dem 106 Meter hohen Tempelberg ab, wo wir nach hügeliger Strecke durch ein wunderbares Waldgebiet gegen 16:00 Uhr ankamen. Vom Bahnhof Sellin Ost bis zum Jagdschloss waren wir gute 8 km unterwegs und durch das Gepäck auch gut geschafft, also gönnten wir uns erst einmal einen kleinen Imbiss der "Alten Brennerei" im Keller des Schlosses.
Reisebericht Insel Rügen
Schlosskirche im Putbuser Park
Reisebericht Insel Rügen
Im Rasenden Roland
Reisebericht Insel Rügen
Lok des Rasenden Roland
Reisebericht Insel Rügen
Seebrücke Sellin
Dem Jagdschloss sollte man schon wegen der herrlichen Aussicht vom Mittelturm des Schlosses unbedingt einen Besuch abstatten, was wir dann auch taten. Über eine gusseiserne Wendeltreppe erreicht man die Aussichtplattform. Nach dem Besuch der Ausstellung im Schloss und dem Blick über das weite Land machten wir uns gegen 17:00 Uhr auf den Weg in Richtung Binz.
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Selliner Strand
Reisebericht Insel Rügen
Hochuferwanderweg
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Jagdschloss Granitz
Nach ca. 3,5 km recht anstrengendem Weg kamen wir um 17:45 in der Kurverwaltung Binz an, wir brauchten ja noch eine Übernachtungsmöglichkeit. Die freundliche Dame dort teilte uns mit, dass sie dafür nicht zuständig sei und wir noch einen kleinen Weg zur Tourismusgesellschaft Binz laufen sollen. Hier half uns ein Netter Herr aber sehr schnell und besorgte uns ein wunderbares Hotelzimmer mit Frühstück im "Centralhotel" (www.centralhotel-binz.de) direkt an der Hauptstraße gelegen. Um 18:00 Uhr waren wir dann schon in unserem Zimmer, was wir so nicht für möglich gehalten hatten. Wir hatten uns die Zimmersuche auf Grund vergangener Erlebnisse etwas schwieriger vorgestellt.
Reisebericht Insel Rügen
Wendeltreppe im Turm
Reisebericht Insel Rügen
Blick vom Turm auf Binz
Reisebericht Insel Rügen
Hauptstraße in Binz
Nach kurzer Erholung im Hotel spazierten wir noch zur Seebrücke. Da es recht stürmisch war, hatte die Ostsee auch schöne hohe Wellen zu bieten, was einige Surfer auszunutzen versuchten. Hier verweilten wir ein wenig und machten uns anschließend auf Nahrungssuche. Im Nudelhaus fanden wir dann lecker Nudelaufläufe, die wir uns schmecken ließen. Anschließend gab es noch ein Eis von der Tankstelle.
Reisebericht Insel Rügen
Strand in Binz
Reisebericht Insel Rügen
Kurhaus in Binz
Reisebericht Insel Rügen
Blick von der Seebrücke nach Binz
3. Tag - Donnerstag 25. September 2008 - Fahrt zum Kap Arkona und nach Sassnitz
Beim Bezahlen des Hotels reservierten wir uns gleich noch eine neue Unterkunft für die letzten beiden Übernachtungen auf Rügen. Leider war direkt im Hotel nichts mehr frei (Wochenende). Man bot uns aber eine Ferienwohnung in der Nähe mit Frühstück im Hotel zu einem günstigen Preis an. Wir nahmen das Angebot an und starteten in den 3. Tag.

Für den heutigen Tag war eigentlich eine Bootsfahrt von Binz nach Sassnitz geplant. Von dort sollte es mit Rucksäcken durch den Nationalpark Jasmund zum Königsstuhl gehen, bevor wir mit dem Bus nach Sassnitz zurück fahren wollten.
Reisebericht Insel Rügen
Seebrücke Binz
Reisebericht Insel Rügen
Seebrücke Binz
Reisebericht Insel Rügen
Am Bahnhof Sassnitz
Reisebericht Insel Rügen
Am Gellort, Kap Arkona
Es kam aber anders und darüber waren wir im Nachhinein auch ganz froh. Am Donnerstag fuhren wegen der stürmischen See keine Schiffe, so dass wir auf den Bus ausweichen mussten. Leider hatte man versäumt irgendwo einen Hinweis darauf zu geben, dass die Schiffe nicht fahren würden, so dass wir eine gute dreiviertel Stunde mit ca. 50 weiteren Fahrgästen auf der Seebrücke warteten.

Im Bus verkaufte uns der nette Busfahrer zwei Tageskarten. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt immer noch vor, nach Sassnitz zu fahren, mit Rucksäcken den Weg zum Königsstuhl zu laufen und von dort mit dem Bus zurück nach Sassnitz zu fahren. Am nächsten Tag wollten wir dann von Sassnitz aus in den äußersten Norden zum Kap Arkona fahren. Da wir nun aber schon Tageskarten für den Busverkehr hatten, überlegten wir uns, dass es doch günstiger wäre gleich nach Putgarten, der nächsten Busstation zum Kap Arkona durchzufahren. Dazu mussten wir nur in Sassnitz umsteigen.

Um 13:00 Uhr waren wir so in Putgarten von wo aus wir bei herrlichem Sonnenschein zum Kap Arkona mit seinen Leuchttürmen liefen. An den Leuchttürmen angekommen stärkten wir uns erst einmal an einem Imbiss bevor wir uns auf zum nördlichsten Punkt der Insel dem Gellort machten. Dort angekommen gingen wir eine Treppe zum steinigen Strand herunter und dann am Strand zurück zum Aufstieg in der Nähe der Leuchttürme.
Reisebericht Insel Rügen
Am Kap Arkona
Reisebericht Insel Rügen
Am Kap Arkona
Reisebericht Insel Rügen
Am Kap Arkona

Von dort ging es dann zurück nach Putgarten und von hier um 16:00 Uhr mit dem Bus nach Sassnitz wo wir gegen 17:00 Uhr ankamen und unser vorab reserviertes Hotelzimmer im "Kurhotel" Sassnitz (www.ruegen-hotel.de) bezogen. Das "Kurhotel" war das ehemalige Seemannsheim der Stadt Sassnitz aus dem Jahr 1954 und liegt zentral in der Nähe des Hafens. Insgesamt waren wir an diesem Tag nur ca. 5 km zu Fuß unterwegs was uns aber auch reichte.

Nach einer kurzen Ruhepause im Hotel gingen wir noch etwas im Hafen von Sassnitz spazieren, um dann im Gasthaus "Zur Mole" (www.faehrblick.de) direkt am Hafen einzukehren, wo wir sehr freundlich und wohlschmeckend bewirtet wurden.
4. Tag - Freitag 26. September 2008 - Wanderung von Sassnitz zum Königsstuhl

Nach dem Frühstück ging es gegen 10:00 Uhr los in Richtung Königsstuhl. Als Gepäck hatten wir nur einen leichten Rucksack dabei, was sich schon nach kurzer Zeit als Vorteil herausstellen sollte. Unser Plan, den heutigen Weg mit vollem Gepäck zu gehen, war schon etwas verwegen, da wir das Gelände im Nationalpark Jasmund und hier vor allem den Hochuferwanderweg doch etwas unterschätzt hatten.
Reisebericht Insel Rügen
Leuchttürme Kap Arkona
Reisebericht Insel Rügen
Hauptstraße in Sassnitz
Reisebericht Insel Rügen
Kurhotel Sassnitz
Vom Hotel bis zum Eingang des Nationalparks waren wir gut 2 km unterwegs. Von dort starteten wir auf dem Hochweg in Richtung Königsstuhl. Es erwartete uns ein wirklich schöner Wanderweg durch Waldgebiet mit herrlichem Ausblick über die Kreidefelsen und die Ostsee. Und eins war uns nach kurzer Zeit klar: wenn es hoch geht, geht es auch bald wieder runter und umgedreht. Wir waren wirklich froh, dass wir nicht mit vollem Gepäck auf diese Tour gegangen waren. Auf dem Weg kommt man auch an den Wissower Klinken vorbei, die im Jahr 2005 teilweise ins Meer gestürzt sind und dabei eine Frau unter sich begraben hatten. Gegen 13:30 Uhr waren wir an der Victoriasicht kurz vor dem Königsstuhl angelangt. Von dort wollten wir dann die wenigen Meter weiter auch auf dem Königsstuhl stehen, doch mussten wir feststellen, dass man hier ein Nationalparkzentrum errichtet hatte, für welches man Eintritt (6 Euro pro Person) verlangt. An den Königsstuhl kommt man also ohne Eintritt zu zahlen nicht mehr heran. Es bleibt aber der wunderbare (noch kostenlose) Blick von der Victoriasicht und vom Strand aus kann man den Königsstuhl ebenso bewundern. Wir sparten uns das Geld und nahmen nach der Enttäuschung erst einmal einen kleinen Imbiss zu uns. Vom Eingang des Nationalparks in Sassnitz bis zum Königsstuhl waren wir gute 8 km unterwegs.
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Im Nationalpark Jasmund
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Am Wissower Ufer
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Am Wissower Ufer
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Am Wissower Ufer
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Königsstuhl
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Blick vom Hochufer
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Im Nationalpark Jasmund
Nach dem Imbiss wagten wir noch den Abstieg zum Strand über die 482 Stufen. Am Strand liefen wir noch etwas westwärts, um einen besseren Blick auf den Königsstuhl zu bekommen. Wir überlegten hier kurz, ob wir den Weg nach Sassnitz zurück am Strand entlang laufen sollten, entschieden uns aber doch für den Aufstieg über die Treppe. Am steinigen Strand läuft es sich nicht besonders gut.

Wieder oben angekommen, fuhren wir mit dem Pendelbus zum Parkplatz Hagen. Hier versuchten wir den Fahrplan zu entschlüsseln, um einen Bus nach Sassnitz zu finden.
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Im Nationalpark Jasmund
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Unterhalb des Königsstuhls
Reisebericht Insel Rügen
Weg nach oben
Laut Aushang fuhr der nächste erst in einer Stunde. So liefen wir schon mal in die richtige Richtung los. Zwischendurch kam dann ein Bus, der gar nicht am Fahrplan angeschrieben war. Wir waren da aber gerade an keiner Haltestelle. So gingen wir zur nächsten und warteten dort. Gegen 17:00 Uhr waren wir dann zurück in Sassnitz, wo wir erst einmal die Beine im Hotel hochlegten.

Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, gingen wir über den Hafen bis zur Seebrücke und von dort zurück durch die Altstadt von Sassnitz in Richtung Hotel. Zum Abendessen kehrten wir in ein chinesisches Restaurant, dem "China Garten", an der Hauptstraße ein, wo uns wirklich gutes und reichhaltiges Essen serviert wurde. Vollgestopft begaben wir uns zur Ruhe ins Hotel.
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Hafen Sassnitz
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Hafen Sassnitz
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Seebrücke Sassnitz
5. Tag - Samstag 27. September 2008 - Prora und zurück nach Binz

Gleich nach dem Frühstück begaben wir uns in Sassnitz zum Busbahnhof von wo aus wir kurz vor 11:00 Uhr mit einem Bus nach Prora fuhren. In Prora steht der sogenannte "Koloss von Rügen", ein nie fertig gestelltes Ferienobjekt der nationalsozialistischen Organisation "Kraft durch Freude" für geplante 20.000 Menschen. Alle sollten Seeblick genießen können und so erstreckt sich die Anlage auf fast 5 km Länge. Gespenstisch stehen die leeren Blöcke in der Landschaft. Ein kleiner Teil wird derzeit als Museum genutzt. Wir empfehlen die Ausstellung des Dokumentationszentrums, welche wir uns auch angesehen haben. Hier wird über die Entstehung und Nutzung des Baus informiert. Um eine Vorstellung der Größe der Anlage zu bekommen, muss man sich Prora auf jeden Fall vor Ort ansehen. Wir sind auch schon sehr gespannt, ob die auf Plakaten beworbenen Hotelzimmer und Eigentumswohnungen tatsächlich entstehen werden - momentan kaum vorstellbar.
Reisebericht Insel Rügen
Prora
Reisebericht Insel Rügen
Prora
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Prora
Von Prora aus liefen wir ca. 5 km am Strand entlang bis nach Binz. Gegen 15:00 Uhr kamen wir in unserer bereits vor 2 Tagen gebuchten Ferienwohnung in der Villa "Mona Lisa" an, wo wir uns wie immer etwas ausruhten. Die Ferienwohnung war ebenso schön wie das Zimmer im "Centralhotel" und hatte sogar einen getrennten Wohn- und Schlafraum.

Bei einem Spaziergang durch Binz nahmen wir bei herrlichstem Sonnenschein einen kleinen Imbiss in einem Strandkorb in der Nähe der Seebrücke. Am Abend gingen wir dann im Mexikaner "El Dorado" im "Loev Hotel" (www.loev.de) lecker essen. Bevor wir zurück in die Ferienwohnung kamen spazierten wir dann nochmals an den Strand und zur Seebrücke.

Festzuhalten ist an dieser Stelle, dass Binz ein sehr schöner Ort nur leider von Touristen vollkommen überlaufen ist. Gerade am heutigen Samstag war dies sehr gut zu beobachten. Im Allgemeinen hat man den Eindruck, dass in Binz so ziemlich jedes Gebäude zur Vermietung genutzt wird. Man kam sich teilweise wie in einem extra angelegten Feriendorf vor.
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Prora Strand
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Binz
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Binz Hauptstraße
6. Tag - Sonntag 28. September 2008 - Wanderung in der Umgebung von Binz
Reisebericht Insel Rügen
Frühstück - Tee, Kaffee, Whisky
Für den heutigen Tag hatten wir nichts geplant und da auch das Wetter am Morgen nicht so besonders gut aussah, entschieden wir uns nach dem Frühstück zu einem Spaziergang um den Schmachter See, welcher direkt südwestlich von Binz liegt.

Der Weg begann nördlich um den See herum. Gleich zu beginn stach mich eine Wespe in den Hals, die sich unter meine Kapuze verirrt hatte. Zum Glück passierte aber nichts weiter. Nach kurzer Zeit besserte sich das Wetter, die Sonne strahlte wieder, so dass wir uns entschlossen, den Weg doch weiter auszudehnen. Wir liefen also über den sehr kleinen Ort Schmacht hinaus in Richtung Süden über Zargelitz und Nistelitz bis nach Groß Stresow, wo wir uns am Strand der Stresower Bucht ein Eis genehmigten.

Von Groß Stresow führte uns der Weg weiter in Richtung Osten nach Lancke-Granitz und zum Haltepunkt des "Rasenden Roland" Garftitz. Bis hierher waren wir ca. 15 km unterwegs. Ohne Gepäck war dies auch nicht problematisch, der Weg war auch fast eben. Gegen 16:00 Uhr fuhren wir dann vom Haltepunkt Gartftitz mit dem "Rasenden Roland" zurück nach Binz, wo wir uns erst einmal ein Fischbrötchen gönnten. Gegen 17:30 Uhr waren wir zurück in der Ferienwohnung.
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Unterwegs
Reisebericht Insel Rügen
Rügischer Bodden bei Groß Stresow
Reisebericht Insel Rügen
Unterwegs
Am Abend kehrten wir dann nach einem Strandspaziergang im gemütlichen und empfehlenswerten "Braugasthaus zum alten Fritz" (www.alter-fritz.de) ein.
7. Tag - Montag 29. September 2008 - Stralsund
Reisebericht Insel Rügen
Stralsund - Heiligengeistkirche
Nach dem Frühstück war leider schon die Abreise angesagt. Bevor wir zum Bahnhof in Binz gingen, schlenderten wir noch einmal zur Seebrücke. Um 10:30 Uhr fuhren wir mit dem Zug nach Stralsund, wo wir uns noch das Meeresmuseum (www.meeresmuseum.de) und das Ozeaneum (www.ozeaneum.de), welches erst in diesem Jahr eröffnet hatte, ansehen wollten.

Auf dem Weg vom Bahnhof zum Meeresmuseum besuchten wir die St. Marienkirche, die auf dem Weg lag.

Im Meeresmuseum angekommen erkundigten wir uns erst einmal dazu, was denn in welcher Ausstellung zu sehen sei. Ozeaneum und Meeresmuseum sind in zwei getrennten Häusern untergebracht. Das Ozeaneum befindet sich in einem Neubau am Hafen und befasst sich hauptsächlich mit den Meeren. Entsprechend sind dort in den Schaubecken auch die Bewohner aus Ost- und Nordsee anzusehen. Das Meeresmuseum selbst befindet sich in einer alten Klosterkirche und bietet Aquarien mit bunten, eher tropischen Fischen und als Hauptattraktion die Riesenschildkröten. Hier gibt es auch einiges zur Geschichte der Fischerei zu entdecken. Wir entschieden uns eine Karte für beide Museen zu kaufen, was in der Kombination 18 Euro pro Person kostet.
Leider waren im Meeresmuseum einige der Becken gerade im Umbau. Wir waren zufällig anwesend, als einige der größeren Fische gerade mit großen Netzen aus einem Aquarium gefischt und umgesetzt wurden.

Nach dem Besuch des Meeresmuseums liefen wir über den Alten Markt mit dem sehr schönen Stralsunder Rathaus und der Nikolaikirche zum Ozeaneum. Am Hafen nahmen wir einen kleinen Imbiss, bevor wir in das Ozeaneum eintauchten. Das Ozenaeum hat eine sehr schön gestaltete Ausstellung zum Thema Meer, einige faszinierende große Aquarien und in einer Halle werden beeindruckende lebensgroße Modelle von Walen und anderen Meeresbewohnern gezeigt. Große Teile der Ausstellung beschäftigen sich mit der Überfischung der Meere und dem notwendigen Schutz der Arten.

Nach dem Ozeaneum ging es zügig zurück in Richtung Bahnhof. Wir hatten uns einen InterCity um 17:39 Uhr in Richtung Berlin herausgesucht. Als wir am Bahnhof ankamen, stand dieser gar nicht an der Tafel. Wir schauten nochmals auf den Abfahrplan und mussten feststellen, dass der InterCity nur am Samstag fährt. Zum Glück waren wir schon um 17:00 am Bahnhof. Um 17:02 sollte ein Regionalexpress fahren. Wir rannten also schnell zum Bahnsteig, wo der Zug gerade die Türen geschlossen hatte. Der Zugführer öffnete sie aber für uns noch einem etwas widerwillig. Da hatten wir zum Abschluss der Reise noch einmal Glück gehabt.
Reisebericht Insel Rügen
Ozeaneum
Reisebericht Insel Rügen
Am Hafen
Reisebericht Insel Rügen
Alter Markt
Reisebericht Insel Rügen
Im Meeresmuseum
Reisebericht Insel Rügen
Stralsund Neuer Markt
Reisebericht Insel Rügen
Tribseer Straße
Insgesamt hat uns dieser erste Wanderausflug mit Rucksack sehr gut gefallen und wir waren auch stolz auf uns, dass wir die Wege alle ohne größere Schwierigkeiten geschafft haben. Die Art des Reisens zu Fuß und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln macht viel Spaß, vor allem, wenn das Wetter so gut ist, wie in den Tagen auf Rügen. In jedem Fall ist Rügen auch für Wanderfreunde empfehlenswert.
Ende
 
Diese Seiten wurden von René Schlesinger erstellt.
Sämtliche Bilder wurden von René aufgenommen.

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